EIN WÜRDEVOLLER
ORT FÜR ABSCHIED
UND BEGEGNUNG

Neubau für das Bestattungsinstitut Friedrichson mit Trauer- und Abschiedsräumen, Rottenburg, 390qm.

Intimität und Funktionalität, Tradition und gesellschaftlicher Wandel, Leben und Tod – der Neubau des Bestattungsinstitut Friedrichson verknüpft diese Gegensätze und schafft damit Räume der Begegnung. Sowohl für Trauernde als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 1935 gegründeten Bestattungsinstituts.

Der Konzeption und Planung des zweistöckigen Neubaus gingen lange und ausführliche Gespräche mit der Bauherrenfamilie und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Übergang und Trauer voran. Schillinger entwarf daraufhin eine ungewöhnliche Holzfassade, die den Betrachter bereits beim Ankommen an die Thematik heranführen soll: Wie ein (Trauer-)Schleier umhüllt sie das Gebäude, bewahrt vor Blicken und strahlt dennoch Wärme und Geborgenheit aus.

Das Holz von Weißtannen aus dem Schwarzwald „verwurzeln“ den Bau und symbolisieren mit ihren Jahresringen und den unregelmäßigen Details Lebendigkeit über den Tod hinaus. Würde, Respekt, Intimität, Trauer – all das findet in und an dem Gebäude seine Entsprechung.

Über einen eigenen Eingang gelangen die Trauernden in die Trauerhalle im Erdgeschoss und in den Raum der Begegnung. In daran anschließenden intimen Abschiedsräumen können sich die Familien in würdevoller Ruhe von ihre/m Verstorbenen verabschieden. Durch einen separaten Eingang für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Besucher, der in die Ausstellungs- und Beratungsräume im Erd- und Obergeschoss führt, werden die Trauernden zu keiner Zeit gestört.

Mit dem Neubau des Bestattungsinstituts wurde ein würdevoller und stimmiger Rahmen für Trauernde explizit aller Konfessionen geschaffen.